Pressemeldungen

14.07.2009

Surreale Bildwelten: Visionen sichtbar machen –
Fotografien von Elke Schmalfeld

„ Die Fotografie muss sich von der reinen Abbildung lösen und Visionen sichtbar machen“, postuliert Elke Schmalfeld.

 

Ungegenständliche Fotografie – ein Widerspruch in sich?

Nein, denn Elke Schmalfeld schafft es, in ihren Bildern Visionen sichtbar zu machen. Mit Hilfe von Zeit, Blende und der Simulation analoger Dunkelkammertechniken gelingt es ihr, das Motiv so zu abstrahieren, dass das ursprüngliche Sujet verschwindet und die Wirklichkeit hinter der Realität zum Vorschein kommt.

Digitale Kunst muss nicht ausschließlich am Computer entstehen. Auch auf rein fotografischem Wege gelingt es der Künstlerin, Unbewusstes sichtbar und Unsichtbares bewusst zu machen. Denn die Zeit, oder besser das Spielen mit der Zeit, prägt ihre Fotokunst.

Elke Schmalfeld macht mit Hilfe der Fotografie Zeitabläufe sichtbar – nicht filmisch – sondern auf eine Art, die die Bewegung im Stillstand visualisiert. Dabei bedient sie sich verschiedener Mittel: Neben direkt fotografierten Motiven, deren Abstraktion durch außergewöhnliches Licht oder einen bestimmten Ausschnitt entsteht, arbeitet die Künstlerin mit Composing, Überlagerung mehrerer Bilder und Fotomontagen, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.
Der Betrachter betritt vertrautes Terrain und sieht sich mit einem Spiel der Zeit konfrontiert. Sinnbildlich mit Wind, Wellen, Sand und Steinen werden Sekundenbruchteile, Vergänglichkeit und Ewigkeit visuell umgesetzt.

Die Serie „Lithomorphose“ ist eine Arbeit in 9 Teilen, von denen zwar jeder Teil für sich stehen kann, in der Gesamtheit jedoch symbolisieren sie das Werden und Vergehen von Steinen im Wandel der Erdgeschichte:
„Wasser, Wind, Sand, Möwen – alles ist in Bewegung. Das Leben der Steine läuft in einem sehr viel langsameren Rhythmus ab. Begibt man sich in die Zeitebene der Steine, verschwimmt die Bewegung des Wassers zu einem Licht, das sie umgibt und sich an ihnen reibt. Verlangsamt man sich noch weiter, werden sich auch die ewig scheinenden Steine durch die Bewegung des Wassers aufgelöst haben. Eines Tages in Jahrmillionen werden sie wieder eingeschmolzen und wieder als Steine auf der Erdoberfläche erscheinen. Der Kreislauf beginnt von neuem.“

Diese und weitere Arbeiten entstanden während ihres Stipendium-Aufenthaltes in Kühlungsborn an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Das internationale Kunstprojekt „MV inspiriert – Arts at the Baltic Sea“ gibt Künstlern die Möglichkeit, sich von der Region inspirieren zu lassen und die gesammelten Eindrücke in das eigene Kunstschaffen zu integrieren. Die Arbeiten der teilnehmenden KünstlerInnen aus Deutschland, China und Dänemark waren im Anschluss in der Kunsthalle Kühlungsborn zu sehen. Teile der Ausstellung, unter anderem Arbeiten von Elke Schmalfeld, sorgten Anfang Juni in der Landesvertretung MV in Berlin für Aufsehen.

Ausstellung „Surreale Bildwelten: Visionen sichtbar machen“

Ausstellung vom 18.07.2009 bis 26.07.2009, Tiergärtnertorturm Nürnberg,
Am Tiergärtnertor 4, 90403 Nürnberg

Ausstellungseröffnung: 18. Juli 2009, 11:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. von 15 bis 19 Uhr, Sa/So. von 11 – 19 Uhr

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Weitere informationen zum Download:

Ausstellungseinladung

Bildmaterial 1

Elke Schmalfeld in der Ausstellung

Bildmaterial 4

Elke Schmalfeld in der Ausstellung

Bildmaterial 5

   

 


01.04.2009

79 Jahre, 11 Sekunden, 12 Monate

Fotokünstlerin Elke Schmalfeld untersucht das Phänomen "Zeit"

 

Nürnberg, zwischen Kressengarten- und Tullnaustraße. Es ist der 15. März 2008, kurz nach 13 Uhr. Ein Hupen, eine Explosion - 11 Sekunden später liegt der Wasserturm des Milchhofs, 79 Jahre alt, in Trümmern am Boden. Diese 11 Sekunden sichtbar zu machen ist das Ziel der Fotokünstlerin Elke Schmalfeld. Aus vielen Einzelbildern montiert sie die einzelnen Phasen der Sprengung, verfremdet sie künstlerisch und lässt dadurch die Zeit sichtbar werden.

Ästhetik der Zeitabläufe

Es erinnert an eine Harfe, wenn sich die Einzelbilder zu einem Kunstwerk verbinden. Mit Fotografie und Fotomontage ist Elke Schmalfeld dem Phänomen "Zeit" auf der Spur. "Abläufe sichtbar zu machen, die für das bloße Auge nicht erkennbar sind, und die dadurch eine ganz eigene Ästhetik ausstrahlen, ist mein Anliegen", so Schmalfeld. In Kühlungsborn zeigt sie derzeit weitere Arbeiten zu diesem Thema: Unter dem Titel "Lithomorphose" (eigene Wortschöpfung der Künstlerin, bedeutet "Verwandlung der Steine") zeigt sie die Ostseeküste aus der Sicht von Sand und Steinen: Extrem verlangsamte Zeit, die gleichsam zu Licht wird, sich auflöst und wieder vereint.
Die Ausstellung "MV inspiriert - Arts at the Baltic Sea" mit internationaler Beteiligung ist noch bis zum 13.04.2009 in der Kunsthalle Kühlungsborn zu sehen, die Bilder der "Lithomorphose" auch im Internet unter www.elke-schmalfeld.de

Wo vor 12 Monaten die Trümmer lagen, ist derzeit noch Brachland. "Es wird spannend, die Entstehung der Bebauung zu beobachten", sagt Elke Schmalfeld. Und sie wird mit ihren Bildern die Zeit sichtbar machen.

 

Elke Schmalfeld mit Bild

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Sprengung des Milchhof-Schlotes

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20.03.2009

"MV inspiriert - Arts at The Baltic Sea"

Das Ostseebad Kühlungsborn zeigt Arbeiten internationaler Künstler. In diesem Jahr sind mit Elke Schmalfeld und Klaus Homrighausen auch zwei Nürnberger Künstler dabei.

 

Die Ausstellung "MV inspiriert" zeigt in diesem Jahr die Werke von 8 KünstlerInnen aus 3 Ländern: Elke Schmalfeld und Klaus Homrighausen aus Nürnberg, Margit Rosenmeier und Ditte Knus Toennesen aus Dänemark sowie Han Yumeng, Dong Junru, Wang Jing und Zhao Junming aus China. Das Kunstprojekt "MV Inspiriert - Arts at The Baltic Sea" wird veranstaltet von ITT e.V. (Initiative Internationaler Tourismus e.V. Region Heiligendamm), um dem internationalen Tourismus in der Region neue Impulse zu geben.

Die eingeladenen Künstler sollen hier vor Ort Kunstwerke schaffen und die positiven Eindrücke und Inspirationen in ihre Heimatländer tragen. In diesem Jahr waren das Hotel Polar-Stern und Hotel Röntgen in Kühlungsborn sowie das Hotel Friedrich Franz Palais in Bad Doberan Gastgeber der Künstler.
In der Ausstellung sind Werke zu sehen, die größtenteils hier vor Ort entstanden sind. Die Fotografien, Malereien und Zeichnungen zeigen die individuelle Handschrift der jeweiligen Künstler und lassen erkennen, dass und in welcher Weise sich die Künstler mit der Region und seinen landschaftlichen Schönheiten auseinander gesetzt haben.
Die Ausstellung "MV inspiriert" ist noch bis 13. April 2009 in der Kunsthalle Kühlungsborn zu sehen. Öffnungszeiten: Di. - So. 12.00 - 17.00 Uhr

Anfang Juni werden Teile der Ausstellung in Berlin in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns zu sehen sein.

 

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